2016


Blickpunkt Jugendhilfe Heft 3+4/2017

Dokumentation PODIUM 2017

"... denn Kindeswohl ist aller Wohl!"

Vom unbestimmten Rechtsbegriff zum praxisleitenden Einrichtungskonzept

  • Editorial
    Werner Schipmann
  • Begrüßung
    Martin Adam
  • Begrüßung
    Kerstin Kranz
  • Moderation
    Sophia Reichardt
  • Grußwort
    Harald Britze
  • "Handeln rettet Seele"
    Hjördis Wirth
  • "Kindeswohl in Einrichtungen - zur Konkretisierung eines unbestimmten Rechtsbegriffs"
    Reinhard Wiesner
  • "Beschwerdemanagement und Ombudschaft sichern Kindeswohl"
    Peter Schruth
  • Bericht aus der VPK-Arbeitsgruppe "Kindeswohl"
    Sabine Juraschek
  • Bericht aus der VPK-Arbeitsgruppe "Schutzauftrag"
    Andreas Schrenk
  • "Bindung fördert Kindeswohl"
    Peter Zimmermann
  • "Kindeswohl in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe - Problemstellungen und -lösungen für den pädagogischen Alltag"
    Martin Stoppel

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Herausgeber:

VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.

 

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2016


Handreichung zum Schutzkonzept erschienen

Die Prävention zur Vermeidung von sexualisierter und nichtsexualisierter Gewalt hat in der Kinder- und Jugendhilfe eine große Bedeutung. Sie ist Auftrag und Verpflichtung zugleich. Der VPK sieht sich als Dachverband von privaten Trägern der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe hier besonder sin der Verantwortung und schreibt dem Schutz junger Menschen in den Hilfesystemen eine hohe Priorität zu. Vor diesem Hintergrund hat der VPK auf Bundesebene im Januar 2016 mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Missbrauchs (UBSKM) eine Vereinbarung geschlossen. Darin verpflichtet sich der VPK, seine Mitgliedseinrichtungen darin zu unterstützen, Schutzkonzepte zu erarbeiten. Diese Schutzkonzepte sollen einrichtungsindividuell und passgenau entwickelt und als Richtlinie für das fachliche Handeln bis Ende 2018 umgesetzt werden.

Der VPK hatte zur Entwicklung einer Handreichung eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Die nunmehr fertiggestellte Broschüre soll Kolleg*innen in den Mitgliedseinrichtungen des VPK und darüber hinaus bei der einrichtungsinternen Erarbeitung von Schutzkonzepten unterstützen und motivieren. Es werden darin konkrete Aspekte beschrieben und hinsichtlich der Umsetzung differenziert dargestellt. Die Autor*innen der Handreichung haben sich hierbei u.a. am "Abschlussbericht Runder Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" orientiert. Außerdem wurden zentrale Aspekte aus den Handlungsleitlinien zur Prävention und Intervention integriert, die durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter beschlossen wurden.

Die Erstellung eines Schutzkonzeptes ist als dynamischer und kontinuierlicher Prozess zu verstehen. Ein einmal erreichter Standard ist qualitativ in dem Maße zu halten, in dem das Konzept weiterentwickelt, fortgeschrieben und an Veränderungen angepasst wird.

Bei aller Notwendigkeit, durch systematische Verfahren Risikobereiche in den Einrichtungen zu identifizieren und Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren - und das ist das Ziel dieser Handreichung - bleibt der Förderauftrag zur Entwicklung junger Menschen mit Hilfebedarf im zentralen Fokus. Das Selbstverständnis der im VPK organisierten Träger basiert auf einer bestmöglichen Hilfeleistung für junge Menschen und nicht auf dem möglichen Risiko durch junge Menschen oder Mitarbeiter*innen einer Einrichtung. Dieses Selbstverständnis beinhaltet ausdrücklich das Interesse an einer vertrauensvollen, kollegialen Zusammenarbeit in den Einrichtungen und impliziert einen professionell reflektierten und von Wertschätzung, Wohlwollen und Respekt geprägten Umgang mit den anvertrauten jungen Menschen hinsichtlich Nähe und Distanz.

Schutzkonzepte führen in der einrichtungsinternen Kommunikationsstruktur zu mehr Transparenz und zur Erhöhung der professionellen Sensibilität für grenzverletzende Situationen. Sie fördern eine grenzachtende Kultur und dienen daher auch dem Schutz der Mitarbeiter*innen. Schutzkonzepte kommen dem Bedarf der Mitarbeiter*innen nach Orientierung und Sicherheit entgegen; sie sind dadurch weniger dem Risiko ausgesetzt, durch grenzverletzendes Verhalten anderer in Mitleidenschaft gezogen oder mit Falschbeschuldigungen konfrontiert zu werden.

Den VPK hat besonders gefreut, dass der Unabhängige Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Herr Johannes-Wilhelm Rörig, ein Grußwort für die Handreichung beigesteuert hat und darin u.a. deutlich macht, dass "diese Handreichung ein starker Ausdruck dafür [ist], wie verantwortungsvoll sich der VPK dem Kinderschutz stellt und wie engagiert er seine Mitglieder auf dem Weg zu Schutzkonzepten in den Einrichtungen vor Ort unterstützt und motiviert".

Die Sicherstellung des Kinderschutzes sowie die Unterstützung der Einrichtungen bei der Umsetzung von Schutzkonzepten - das ist das Ziel des VPK mit dieser Handreichung.

Die Broschüre wird an Mitglieder des VPK kostenfrei ausgegeben. Nichtmitglieder können sie ab sofort gegen Erstattung der Portokosten über die Bundesgeschäftsstelle des VPK (info@vpk.de) erwerben.

Werner Schipmann

2016


VPK-Wahlprüfsteine: Antworten der Parteien

Der VPK-Bundesverband e.V. hat an alle Parteien, die im neuen Deutschen Bundestag voraussichtlich vertreten sein werden, sog. Wahlprüfsteine versandt.

 

Dabei wurden die Parteien vom VPK zu verschiedenen Themengebieten befragt, die in der nächsten Legislatur aus Sicht des VPK für die Kinder- und Jugendhilfe eine besondere Relevanz haben.

 

Hier finden Sie die Antworten der Parteien, die uns bereits vorliegen:

 

Wahlprüfsteine CDU/CSU

Wahlprüfsteine SPD

Wahlprüfsteine BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Wahlprüfsteine DIE LINKE

Wahlprüfsteine FDP

Kita Wahlprüfsteine FDP

 

2016


Wir behüten Kinder

Unter dem Motto „Wir behüten Kinder“ hat der Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e. V. (VPK) in dieser Woche eine Kampagne zur Stärkung der Erziehungshilfen gestartet. Mit dieser Aktion möchte der VPK Politik, Fachöffentlichkeit sowie Verantwortliche der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe motivieren, sich den Hut für eine gut durchdachte Reform der Kinder- und Jugendhilfe aufzusetzen.

 

Martin Adam, Sabine Jurschek, Hermann Hasenfuß (Präsidium des VPK-Bundesverbandes e.V.)

 

Hier geht es zur Kampagne „Wir behüten Kinder

 

Hier finden Sie die Presseinformation zur Kampagne

 

Hier finden Sie unser Positionspapier zur Kampagne

2016


Stellungnahme zum SGB-VIII-Entwurf

Hier finden Sie die Stellungnahme des Bundesverbandes privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. (VPK) zum Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen - KJSG vom 17.03.2017.

 

Download der Stellungnahme

2016


Tag der Kinderbetreuung 2017

In Deutschland sorgen mehr als 700.000 Kita-Fachkräfte und Tageseltern jeden Tag dafür, dass Kinder bestmöglich gefördert werden und ihre Eltern Beruf und Familie besser miteinander vereinen können. Für unsere Kinder sind sie Spielkameraden, Lernbegleiterinnen, Tröster und Vorbilder zugleich. Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag für das unbeschwerte Aufwachsen unserer Kleinsten, sondern auch für das Funktionieren unserer Gesellschaft.

 

Am 15. Mai 2017 ist Tag der Kinderbetreuung – ein guter Zeitpunkt für Träger, Eltern, Politiker und Arbeitgeber, sich für den täglichen Einsatz der Kita-Fachkräfte und Tageseltern zu bedanken.

Die Möglichkeiten, seiner Wertschätzung an diesem Tag Ausdruck zu verleihen, sind zahlreich: Kinder und Eltern können ihre Erzieherinnen, Erzieher und Tageseltern am Aktionstag zum Beispiel mit einem selbstgemalten Bild überraschen. Kostenlose Malvorlagen zum Tag der Kinderbetreuung stellt das Eltern-Portal Rund-um-Kita unter www.rund-um-kita.de/malvorlagen/ zur Verfügung. Hier findet sich auch ein Bastelbogen für eine Geschenktasche, in der ein süßes Dankeschön verstaut werden kann.

 

Für Trägerorganisationen, Verbände, Politiker und Unternehmen, die sich bei den Betreuugsprofis bedanken wollen, gibt es unter www.rund-um-kita.de/online-sticker/ einen Online-Sticker. Dieser kann am Aktionstag prominent auf der eigenen Webseite platziert oder über soziale Netzwerke geteilt werden.

 

Der Tag der Kinderbetreuung soll dazu beitragen, der außerfamiliären Kinderbetreuung in Deutschland den Stellenwert zu verleihen, der ihr zusteht. Der Aktionstag wurde bereits 2012 vom Duisburger Peter Gärtner ins Leben gerufen und findet seitdem jährlich am Montag nach Muttertag statt. In diesem Jahr wird der Tag der Kinderbetreuung von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Rahmen des Bundesprogramms Qualität vor Ort organisiert.

 

 

2016


Blickpunkt Jugendhilfe Heft 1/2017

Schwerpunkt: Dokumentation vom VPK-HEARING zur Reform des SGB VIII

  • Begrüßung
    Martin Adam
  • "Reformvorhaben SGB VIII - Weiterentwicklung: Ja! Umwidmung: Nein!"
    Werner Schipmann
  • "Zur Reform des SGB VIII"
    Florian Gerlach
  • Podiumsdiskussion auf dem VPK-HEARING am 9. November 2016 in Berlin
  • Herausforderung Schutzkonzept
    Martin Adam

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VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.

 

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2016


VPK-PODIUM 2017

Am 25. April 2017 fand in München das VPK-PODIUM zum Thema „... denn Kindeswohl ist aller Wohl! Vom unbestimmten Rechtsbegriff zum praxisleitenden Einrichtungskonzept" statt.

 

Junge Menschen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben ein unbedingtes Recht, dass ihr körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden sichergestellt und gefördert wird. Dieser
(präventive) Kinderschutz gehört zu den zentralen Aufgaben und selbstverständlichen Verantwortlichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe. Der Staat hat keine positive Norm für den Begriff des Kindeswohls definiert – insoweit nähert sich die Rechtsprechung diesem Begriff quasi im Umkehrschluss von seiner negativen Ausprägung einer „Kindeswohlgefährdung“ im Sinne einer ablehnenden Norm. Somit liegen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe keine verbindlichen Standards dafür vor, was dort unter „Kindeswohl“ allgemeinverbindlich zu verstehen ist. Die damit im Zusammenhang stehenden Fragestellungen werfen ethische, fachliche, personelle, aber auch finanzielle Fragen auf, die das diesjährige PODIUM aufgreift: Was konkret bedeutet die Sicherstellung des „Kindeswohls“ für Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung? Wie lässt es sich dort auf welchen Grundlagen und mit welchen Wirkungen präzisieren? Welche Voraussetzungen und Konsequenzen erfordert dies, welche müssen vorhanden sein und/oder geschaffen werden?

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Thema im Sinne einer Qualitätsentwicklung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufgegriffen und Fragestellungen erörtert, für die im Sinne der unbedingten Sicherstellung des Kindeswohls eine Notwendigkeit zur Reflexion besteht.


Dazu konkretisierte Prof. Dr. Reinhard Wiesner den unbestimmten Rechtsbegriff „Kindeswohl“. Prof. Dr. Peter Schruth beschrieb die Erfordernisse eines funktionierenden Beschwerdemanagements und von Ombudschaften, Prof. Dr. Peter Zimmermann legte die Notwendigkeit von verlässlichen Bindungen für die Entwicklung und Sicherstellung des Kindeswohls dar und Martin Stoppel schilderte, wie das Kindeswohl in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in der Praxis konkret sichergestellt werden kann. Zudem beschrieben Betroffene, welche (Lebens-)Auswirkungen ein Missbrauch hat, und der VPK-Bundesverband stellte den Stand der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen „Kindeswohl“ sowie „Schutzauftrag in Einrichtungen“ vor.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in Kürze hier.

 

Flyer zum Download

 

 

2016


Fachkräftemangel in den Kitas

Viele Kita-Träger suchen händeringend nach geeignetem Personal. Statistiken weisen jedoch eine vergleichsweise entspannte Arbeitsmarktlage auf. Beim Kongress „Invest in Future“ 2015 in Stuttgart referierten Fachleute zur aktuellen Fachkräftesituation und diskutierten unter anderem das vielversprechende Konzept multiprofessioneller Kita-Teams.

Hier weiterlesen...

 

Artikel erschienen in der Zeitschrift "klein & groß", 11/2016

Weitere Infos: http://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/kleingross

 

Bild Startseite: Fotolia

 

2016


"Mehr Qualität für alle Kinder"

Am 14. und 15. November 2016 fand in Berlin die Bund-Länder-Konferenz zum Thema „Frühe Bildung – Mehr Qualität für alle Kinder“ statt, bei der sich Bund und Länder in einer Erklärung mit breitem Konsens darauf geeinigt haben, die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiterentwickeln zu wollen und hierfür in der kommenden Legislatur Wege zu finden, wie qualitative Verbesserungen wie beispielsweise eine bundesweite Anhebung des Fachkraft-Kind-Schlüssels oder die Entlastung von Leitungskräften finanziert werden sollen. Grundlage dafür soll der im Rahmen der Konferenz vorgestellte Zwischenbericht von Bund und Ländern sein.
 

Der VPK begrüßt ausdrücklich, dass die Qualitätsziele für eine Verbesserung der frühkindlichen Bildung und Erziehung erstmals in dieser Form definiert und schriftlich verabschiedet worden sind. Nun gilt es, den Dialog und die Kooperation mit den anderen Verbänden, Fachwelt und Politik weiterzuführen und darauf zu drängen, dass der Festlegung der Ziele möglichst bald eine Konkretisierung und vor allem Finanzierung folgt.

 

Hier finden Sie den Zwischenbericht "Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern".

Hier finden Sie wichtige Anlagen und weitergehende Informationen zum Zwischenbericht.

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Foto Startseite: BMFSFJ

 

2016


VPK-HEARING 2016

„Reformvorhaben SGB VIII – Weiterentwicklung ja! Umwidmung nein!“

 

Am 9. November 2016 fand in der Katholischen Akademie Berlin das diesjährige VPK-HEARING zum Thema "Reformvorhaben SGB VIII Weiterentwicklung ja! Umwidmung nein!" statt. Angesichts der bekannt gewordenen Arbeitsfassung zur Weiterentwicklung des SGB VIII lud der VPK zum politischen HEARING mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundestagsfraktionen, des Landkreistages und des Deutschen Caritasverbandes nach Berlin ein. Es nahmen ca.100 Fachvertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden und Trägern an der Veranstaltung teil.

 

Den beiden Impulsvorträgen von Prof. Dr. Florian Gerlach und Werner Schipmann folgte eine spannende Podiumsdiskussion mit

  • Christina Schwarzer, MdB, CDU/CSU
  • Ulrike Bahr, MdB, SPD
  • Jörn Wunderlich, MdB, Die Linke
  • Jörg Freese, Deutscher Landkreistag und
  • Roland Rosenow, Deutscher Caritasverband e.V.


Die Veranstaltung machte deutlich, dass die aktuell kursierende Arbeitsfassung zur Reform des SGB VIII nicht nur bei den Verbänden, sondern auch in der Politik auf erheblichen Widerstand gestoßen ist. Voraussichtlich soll nun eine erste Fassung eines Referentenentwurfs aus dem BMFSFJ Ende Januar/Anfang Februar 2017 vorgelegt werden. Die anwesenden Politikerinnen und Politiker machten deutlich, dass sich ein Referentenentwurf inhaltlich deutlich von der kritisierten Arbeitsfassung unterscheiden müsse. Der Arbeitsentwurf sei politisch weder mit der Familienministerin Manuela Schwesig abgestimmt gewesen, noch sei er mit dem zuständigen Fachausschuss des Bundestages inhaltlich kommuniziert worden. 


Eine Reihe der anwesenden Zuhörer machten ihre Bestürzung über den Arbeitsentwurf gegenüber den den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern des Bundestages deutlich und äußerten ihre Erwartung, dass bei einem Gesetzentwurf nicht die Grundfesten einer funktionierenden Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe erschüttert werden dürfen. Insbesondere müsse auch an der Trägervielfalt, dem Wunsch- und Wahlrecht wie auch den individuellen Rechtsansprüchen festgehalten werden.

Der VPK wird den weitergehenden Prozess eng begleiten.

 

Hier finden Sie einen Artikel von Dr. Wolfgang Hammer zum VPK-HEARING.
 

Fotos zu diesem Beitrag: Martin Adam

 

 

2016


Blickpunkt Jugendhilfe 5/2016

Thema: Reform SGB VIII

  • Wie man mit schönen Worten den Rechtsanspruch auf Hilfe zur Erziehung zurecht stutzt
    Florian Gerlach / Knut Hinrichs
  • Fallstricke und Irrwege am Beispiel der geplanten Änderung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes - Teil 2
    Wolfgang Hammer
  • Wir brauchen eine Debatte!
    Jochen Sprenger / Robert Kühr
  • Das Ende der Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften durch die SGB-VIII-Reform?
    David Post
  • Interview mit PD Dr. Peter Büttner
  • Projekt PETRA
    Entwicklung und Status - Ein Blick zurück
    Peter Büttner
  • Forschungsgruppe PETRA
    Stefan Rücker

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VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.

 

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2016


Pressemitteilung

Hartz IV-Reform auch in der Kinder- und Jugendhilfe?

VPK fordert eine Kurskorrektur bei den Reformüberlegungen


Der unlängst bekannt gewordene Arbeitsentwurf zur geplanten Reform des SGB VIII aus dem SPD-geführten Bundesfamilienministerium stellt einen Frontalangriff auf die zuverlässige und erfolgreiche Arbeit der Kinder und Jugendhilfe dar. „Der Arbeitsentwurf suggeriert zwar eine Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe – in Wahrheit aber hat er nur ein Ziel: Die Kosten in der Kinder- und Jugendhilfe mit untauglichen Mitteln einer technokratischen und staatsorientierten Finanz- und Steuerungs-Politik zu senken“, so Martin Adam, Präsident vom Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe (VPK).

 

So will der Arbeitsentwurf dafür sorgen, dass Rechtsansprüche auf Hilfeleistungen eliminiert und die Trägeranzahl wie auch die Trägerpluralität verringert werden. Wichtige Leistungsangebote in kleinen und überschaubaren Erziehungsstellen und sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften, in denen derzeit ca. 25.000 Kinder leben, sollen dabei dem Rotstift zum Opfer fallen. Zudem soll nach den Vorstellungen des Arbeitsentwurfs zukünftig allein der Staat die Steuerung von Leistungen nach Kassenlage der Kommunen bestimmen - Mitsprache? – Fehlanzeige!

 

Vom Ministerium werden die gesellschaftspolitischen Implikationen hinsichtlich der Steigerung von Kosten in der Kinder- und Jugendhilfe zwar zur Kenntnis genommen – allerdings völlig untaugliche Konsequenzen nach dem Motto gezogen: Mehr Staat führt zu geringeren Kosten. Völlig ignoriert dabei wird der tatsächliche Bedarf von Eltern und ihren Kindern. „Der individuelle Bedarf soll zukünftig keine Rolle mehr spielen. Stattdessen sollen niedrigschwellige, sozialraumorientierte und geringe Kosten verursachende Angebote die (teureren) Einzelfallhilfen ersetzen. Zudem wird die partnerschaftliche, beteiligungsorientierte Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe massiven Schaden nehmen. Die gemeinsame Prozessgestaltung zwischen freien und öffentlichen Trägern funktioniert aber in der Regel gut und ist notwendige Grundlage für eine erfolgreiche Gestaltung von Hilfen für junge Menschen“, so Adam weiter. Er sei erstaunt darüber, dass dies offenbar im Bundesministerium nicht bekannt sei, zumal die Arbeit auch zukünftig beteiligungsorientiert ausgerichtet bleiben soll. Wie dieser Spagat zu leisten ist, bleibt das Geheimnis des Ministeriums. 

 

Parallelen zum Strickmuster der sog. Hartz IV-Reform sind unübersehbar. Auch sie wurde nur und ausschließlich unter dem Kostengesichtspunkt veranlasst, ohne die daraus entstehenden Konsequenzen für die betroffenen Menschen zu berücksichtigen. Später wurden die massiven Fehler im Gesetz teils korrigiert. Sollen derartige Fehler nun auch bei der Reform des SGB VIII begangen werden?

 

Der VPK fragt sich: Warum soll ein modernes und in den meisten Bereichen erfolgreich und gut funktionierendes Miteinander zwischen öffentlichen und freien Trägern zerrüttet werden? Warum sind der Bundesregierung hilfebedürftige Eltern und deren Kinder nicht wichtig genug, um ihnen individuell notwendige Hilfen auch weiterhin zukommen zu lassen? Warum wird die überfällige Reform der Finanzierung der Kinder- und Jugendhilfe nicht durch eine Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs angegangen, damit auch Kinder aus finanzschwachen Kommunen die Hilfen erhalten, die sie für eine erfolgreiche Bewältigung ihres Lebens benötigen?

 

Der VPK appelliert an die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker, den in der Arbeitsfassung enthaltenen Vorstellungen eine klare Absage zu erteilen. Eine nachhaltig für junge Menschen wirkende Kinder- und Jugendhilfe braucht wechselseitiges Vertrauen, einen breiten und transparenten fachlichen Diskurs und kein einseitiges Diktat!

 

Kontakt / Ansprechpartner

Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. (VPK)

Bundesgeschäftsstelle: Albestr. 21, 12159 Berlin, Tel.: 030 / 89 62 52 37

Fachreferent: Werner Schipmann, Tel.: 0541 / 9 99 82 70

E-Mail: schipmann@vpk.de
Internet: www.vpk.de

 

Hintergrund
Der VPK-Bundesverband ist der einzige bundesweite Dachverband für private Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe. Mitglieder sind Landes- und Fachverbände sowie Vereine, Verbände und sonstige Körperschaften, die auf Grundlage des Sozialgesetzbuches verschiedene Dienstleistungen in der Kinder- und Jugendhilfe erbringen. Der VPK versteht sich in erster Linie als ein interessengeleiteter gemeinnütziger Verband zur Unterstützung der im VPK zusammengeschlossenen privaten Träger der Kinder- und Jugendhilfe und wird für deren Vertretung gegenüber Politik und Gesellschaft aktiv. Der Verband ist von seinem Selbstverständnis her leistungs-, qualitäts- und kostenorientiert und in verschiedenen übergreifenden Gremien aktiv vertreten. Er wird in allgemeinen und grundsätzlichen Fragestellungen der Kinder- und Jugendhilfe initiativ, verfasst Stellungnahmen, unterhält eine Internetseite und gibt die Fachzeitschrift „Blickpunkt Jugendhilfe“ heraus.

 

Download der Pressemitteilung

 

 

2016


Dokumentation „PODIUM 2016“

Blickpunkt Jugendhilfe, Heft 3 + 4/2016

 

Thema: PODIUM 2016 Moral Macht Missbrauch. Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe

  • Vom Umgang mit Wirklichkeiten Thematische Einführung
    David Post
  • Herausforderungen erkennen, Schutzkonzepte umsetzen, Kompetenzorte fördern
    Johannes-Wilhelm Rörig
  • Entwicklung einer Kultur des Hinsehens, Hinhörens, Handelns
    Mechthild Wolff
  • Schutzbedarf von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
    Birgit Zeller
  • Gelingensbedingungen für Schutzkonzepte in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
    Inken Tremel

 

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VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.

 

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2016


Stellungnahme zur Weiterentwicklung des SGB VIII

Entwürfe des Bundesfamilienministeriums zur Weiterentwicklung des SGB VIII unter Verwirklichung einer inklusiven Lösung inhaltlich und handwerklich fehlerhaft

 

Der VPK-Bundesverband e.V. begrüßte die Absichten der Bundesregierung hinsichtlich der Umsetzung einer inklusiven Lösung im SGB VIII noch in dieser Legislatur.

 

Die allerdings bislang in Auszügen bekannten Entwürfe zu einer inklusiven Lösung im SGB VIII lassen große Zweifel dahingehend aufkommen, ob das Gesetz auch tatsächlich noch mit den ursprünglich vorgesehenen Inhalten eine Weiterentwicklung des Gesetzes erbringt.

 

Warum ist das so?

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig verfolgt eine gute Absicht: Sie will ein Gesetz auf den Weg bringen, das die Kinder- und Jugendhilfe unter einem inklusiven Leitgedanken umbaut und dabei eine echte inklusive Ausrichtung anstrebt. Es soll auf diese Weise für behinderte wie auch nichtbehinderte junge Menschen gleichermaßen zu einer Verbesserung ihrer jeweiligen Lebenssituationen führen und sicherstellen, dass es im Rahmen der Umstellung nicht zu einer Leistungsverschlechterung für Kinder und Jugendliche kommt. Dazu sollen die mit der Neuausrichtung verbundenen Zuständigkeitsveränderungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sach- und fachgerecht angepasst werden.

 

Eher fiskalisch und bürokratisch ausgerichtete Interessenvertreter aus Bund, Ländern und Gemeinden verfolgen aber noch ganz andere Ziele und haben offensichtlich erheblichen Einfluss auf die Entwicklung genommen. Sie sorgten dafür, dass der ursprünglich angedachte inklusive (ganzheitliche) Ansatz des Gesetzes in Einzelteile zerlegt und dem aus ihrer Sicht notwendigem Bedarf angepasst wurde. Die Reform droht nun komplett aus dem Ruder zu laufen und ihre angestrebten Ziele nicht zu erreichen.

 

Der im Kern hinsichtlich ihrer Aufgabenfülle gut funktionierenden Kinder- und Jugendhilfe droht ein Zerschreddern: Die in der Kinder- und Jugendhilfe über Jahrzehnte mit Erfolg entwickelten fachlichen Standards – wie z.B. ihr ganzheitlicher Ansatz sowie ihr systemisch ausgerichteter Blick – drohen tendenziell eliminiert zu werden. Pädagogisch untaugliche Diagnosesysteme aus dem Behinderten- wie auch dem Krankheitsbereich führen nicht zu dem ursprünglich gewünschten inklusiven Ansatz, sondern zu unbedingt zu vermeidenden Kategorisierungen von jungen Menschen. Der bisher beteiligungsorientiert ausgerichtete Kinder- und Jugendhilfe werden so die fachlichen Grundlagen entzogen.

 

Die Kinder- und Jugendhilfe benötigt für ihre Wirksamkeit

  • eine partnerschaftliche und beteiligungsorientierte Ausrichtung ihrer Arbeit,
  • eine aktive und flexible Gestaltungsmöglichkeit von Prozessen,
  • klare Regelungen und Grundlagen im Sinne von Verfahrensstandards,
  • allgemeingültige und überprüfbare Verfahrensregelungen sowie
  • verbindliche Qualitätsentwicklungsverfahren.

 

Der VPK fordert:

  • einen Gesetzentwurf, der keine gravierenden inhaltlichen wie auch handwerklichen Fehler zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen aber auch der gesamten Kinder- und Jugendhilfe beinhaltet,
  • einen Gesetzentwurf, der eine notwendige inhaltlich-fachliche Sorgfalt erkennen lässt,
  • Rechtsbegriffe, die klar und eindeutig sind und eine Auslegung unterschiedlicher Ermessensspielräume nicht zulassen und
  • leistungsberechtigte behinderte- und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche durch fachlich qualifizierte, ganzheitlich-denkende, kindbezogene und bedarfsgerechte Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken.

 

Auf Grundlage der derzeit bekannten Informationen zum Gesetzentwurf sehen wir es nicht als gegeben an, dass der zu erwartende Gesetzentwurf eine Weiterentwicklung des bestehenden SGB VIII erwarten lässt.

 

Die Stellungnahme finden Sie hier zum Download.

 

 

2016


VPK-Lounge 2016

Am 20. Juni 2016 fand in Hamburg die VPK-Lounge zum Thema „Traumasensible Interventionen im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe“ statt.

 

Knapp 40 Vertreter*innen der im VPK organisierten Mitgliedseinrichtungen hatten Gelegenheit, dem inhaltlich äußerst spannenden und gleichzeitig praxisnahen Vortrag von Elke Garbe, psychologischer Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, Supervisorin dgsv und Autorin des Buches „Das kindliche Entwicklungstrauma“ (2015) beizuwohnen und aktuelle Fragestellungen aus dem Arbeitsfeld zu diskutieren.

 

Zur Wahl des Themas:
Die Kinder- und Jugendhilfe arbeitet größtenteils mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zusammen. Dabei handelt es sich um Traumatisierungen, die oft im häuslichen Umfeld durch Bindungspersonen über längere Zeiträume stattfanden. Um betroffenen Kindern und Jugendlichen helfen zu können, ihre Folgebelastungen zu überwinden, sind vertiefende Kenntnisse über Traumatisierungen und deren Folgen nützlich, ja unerlässlich. Die Bereitstellung frühzeitiger und fachgerechter Hilfe ist wichtig und notwendig. Die Methoden der Traumapädagogik und der Traumatherapie können bei der Bewältigung dieser Erlebnisse überaus hilfreich sein. Der Aufbau von äußerer wie innerer Sicherheit ist Voraussetzung dafür, dass die Traumabewältigung auch gelingen kann.

 

Die Gespräche wurden im Anschluss an den Vortrag von Frau Garbe in angenehmer Atmosphäre bei einer zweistündigen Hafenrundfahrt auf einer Hamburger Barkasse fortgesetzt.

 

Der VPK blickt auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurück, deren Fortsetzung für das Jahr 2017 fest eingeplant ist.

 

Referentin Elke Garbe

 

Knapp 40 Gäste folgten den interessanten Ausführungen von Frau Garbe.

 

Elke Garbe ist Autorin des Buches "Das kindliche Entwicklungstrauma".

 

 

2016


Stellungnahme Umlaufbeschluss der AGJF/JFMK

Stellungnahme des VPK-Bundesverbandes zum Umlaufbeschluss der AGJF/JFMK zur beabsichtigten Weiterentwicklung der Erzieherischen Hilfen 

Die Stellungnahme finden Sie hier.

2016


Stellungnahme Communiqué „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern"

Die Stellungnahme des VPK-Bundesverbandes finden Sie hier.

 

2016


VPK verabschiedet Verhaltenskodex einstimmig

Der VPK-Bundesverband hat auf seiner diesjährigen Delegiertenversammlung am 27. April 2016 in Mainz seinen Verhaltenskodex einstimmig verabschiedet. Der Verhaltenskodex gilt für alle Mitgliedseinrichtungen des VPK und trägt zur weiteren Verbesserung der Qualität in den Wirkungsbereichen des Verbandes bei.

Martin Adam, Präsident des VPK-Bundesverbandes, bedankte sich ausdrücklich bei den Delegierten für dieses eindeutige Votum: „Der unseren Verband auszeichnende beteiligungsorientierte Prozess bei der Entwicklung des Verhaltenskodexes innerhalb des Gesamtverbandes hat sich in dieser wichtigen Angelegenheit wieder bewährt“.

Mit dem neuen Verhaltenskodex verfügt der Verband neben seinem Leitbild nunmehr über klare und eindeutige Grundlagen für die Arbeit seiner Mitglieder im Bereich der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe.

 

Den Verhaltenskodex finden Sie hier.

 

 

2016


PODIUM 2016 in Mainz

VPK vertieft auf dem PODIUM in Mainz seine Anstrengungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch und Gewalt

 

„Moral Macht Missbrauch: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe“, so lautete der Titel der diesjährigen Fachveranstaltung PODIUM am 26. April 2016 in Mainz.

Irene Alt, Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen in Rheinland-Pfalz, begrüßte die zahlreich zur Veranstaltung angereisten Gäste. Sie lobte die engagierte Arbeit des Verbandes und die fachliche Bearbeitung dieses wichtigen Themas.

Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, setzte sich in seinem Vortrag u. a. mit der besonderen Bedeutung der Umsetzung von Schutzkonzepten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe auseinander.

Prof. Dr. Mechthild Wolff von der Hochschule Landshut vertiefte in ihrem Vortrag die Bedeutung einer Kultur des Hinsehens, Redens und Handelns.

Birgit Zeller, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, zeigte den besonderen Schutzbedarf von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen auf.

Dr. Inken Tremel vom Deutschen Jugendinstitut in München erläuterte am Beispiel des Monitoring-Projekts zum Stand der Prävention vor sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland die Gelingensbedingungen für Schutzkonzepte in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

In Praxis-Workshops am Nachmittag wurden die Bedingungen und Erfordernisse für eine erfolgreiche Umsetzung von Schutzkonzepten engagiert diskutiert und anschließend vorgestellt.

Der Verband blickt auf eine rundum gelungene und erfolgreiche Veranstaltung zurück.

Die Dokumentation der Tagung erfolgt in Heft 3+4/2016 der Zeitschrift „Blickpunkt Jugendhilfe“.

 

(von links nach rechts:) Irene Alt, Martin Adam, Johannes-Wilhelm Rörig, Werner Schipmann
 
 
Fotos: Meike Discher
 
 

2016


KiTa aktuell BW

Das Thema „Fachkräfte in Kindertagesstätten“ beschäftigt Politik, Träger und Eltern nicht erst seit gestern. Vielmehr stellt der vielerorts zu verzeichnende Fachkräftemangel eine tägliche Herausforderung für die qualitativ hochwertige und den Bedürfnissen von Kindern und Eltern entsprechende Betreuung in der Kindertagesstätte dar. Um die aktuelle Situation hinsichtlich der Fachkräftesituation in Kitas besser einschätzen zu können, führte der VPK-Bundesverband zwei Umfragen mit der Zielgruppe Eltern und der Zielgruppe Träger durch, die nun vorliegen.

Weitere Infos unter https://www.kita-aktuell.de/shop/kita-aktuell-bw-66601029.

Hier finden Sie den Artikel zum Download.

Hier finden Sie die detaillierten Ergebnisse der Befragung.

 

 

2016


VPK-Bundesverband unterzeichnet Vereinbarung mit dem UBSKM

Foto: Martin Adam, Johannes-Wilhelm Rörig, Werner Schipmann (von rechts nach links)

 

Der VPK-Bundesverband hat am 20. Januar 2016 sein Engagement zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt weiter ausgebaut. Dazu unterzeichnete VPK-Präsident Martin Adam in Berlin eine Vereinbarung mit dem Unabhängigen Beauftragten Johannes-Wilhelm Rörig.

 

Die Vereinbarung zwischen dem VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. und dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) finden Sie hier zum Download.

 

2016


Ergebnisse der Online-Umfrage "KITA-Kraft - Wie steht es um das Personal in unseren Kitas" in den aktuellen Ausgaben von KiTa aktuell Baden-Württemberg und Bayern erschienen

Online-Befragung zeigt: Kitas leiden unter Fachkräftemangel


"Wir finden nicht genug passend qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen für eine qualitativ hochwertige Arbeit in unseren Kindertagesstätten." So  lässt sich die Rückmeldung der
Mehrzahl der Kita-Träger zusammenfassen, die sich an einer Online-Umfrage des VPK e.V. beteiligten. Auch die befragten Eltern nehmen die personelle Engpasssituation in den Kitas wahr und bemängeln einen Qualitätsverlust. Fachleute mit anderen Qualifikationen in die Kita-Arbeit einzubinden, könnte ein Weg sein, die Situation zu entschärfen.

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2016


Nachruf: Michael W. Budig ist tot

 

Tatkraft, Engagement, Zielstrebigkeit und Charakterfestigkeit zeichneten ihn aus. Er war überzeugter Unternehmer und immer zuversichtlich, dass auch privat-wirtschaftliche Träger in der Kinder- und Jugendhilfe die Anerkennung durch die rechtliche Gleichstellung aller Träger erhalten, die sie durch ihre Arbeit für Kinder und Jugendliche verdienen. Am 20. März 2016 ist Michael W. Budig im Alter von 72 Jahren in Schweden, seinem geliebten Zweitwohnsitz, gestorben. Herr Budig hatte in seinem Leben gefunden, was ihm Freude machte und wovon er zutiefst überzeugt war. Er war ein Freidenker, der die unternehmerische Freiheit für unersetzlich und die unternehmerische Verantwortung für unerlässlich hielt. Mit dieser Gabe und Überzeugung hat er den VPK als Präsident 16 Jahre lang erfolgreich und mit Augenmaß geführt. Nun ist er tot - gerissen aus einer unermüdlichen Schaffenskraft, die nicht zu enden schien. Wir sind sehr traurig! Wir trauern mit seiner Familie und insbesondere mit seiner Ehefrau Irma Budig, die ihrem Mann für die Umsetzung seiner Interessen und Fähigkeiten immer den Raum zur Entfaltung gegeben und ihn so darin unterstützt hat. Ohne ihre Unterstützung und Bereitschaft dazu wäre vieles im VPK nicht möglich gewesen. Herr Budig war Urgestein im VPK - kaum jeman, der ihn nicht kannte! Er hat sich in hohem Maße mit "seinem" Verband identifiziert und war noch immer Delegierter in seinem geliebten VPK-Landesverband Niedersachsen. Im April wollte er in Mainz den VPK als Delegierter wieder auf der Delegiertenversammlung mit vertreten; dazu sollte es leider nicht mehr kommen. Michael W. Budig war immer ein überzeugter Unternehmer im besten Sinne des Wortes. Wir danken ihm für sein überragendes Engagement im VPK-Bundesverband e.V. Wir werden ihn nicht vergessen und ihm immer ein ehrendes Andenken im VPK bewahren! VPK-Bundesverband e.V. im April 2016 Präsidium und Geschäftsstelle