VPK-Podium


28.04.2010

PODIUM 2010

Am 28. und 29. April 2010 fand in Köln das PODIUM zu den Themen "Zwischen allen Stühlen" Anforderungsprofile für Jugendhilfe bei komplexer werdenden Rahmenbedingungen" (28. April 2010) und "Kinderbetreuung durch privat-wirtschaftliche Anbieter: Fakten Einblicke Perspektiven" (29.April 2010) statt.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Michael W. Budig, Präsident des VPK-Bundesverbandes, begrüßte am 1. Podiumstag 91 Teilnehmer

Durch Werner Schipmann, Fachreferent des VPK-Bundesverbandes, erfolgte die Einführung zum Thema.

Das Arbeitsfeld der Erzieherischen Hilfen ist in zunehmenden Maße von Verunsicherungen in der Arbeitspraxis vor Ort geprägt. Mögliche Ursachen hierfür liegen in erhöhten Arbeitsbelastungen und steigenden Anforderungen an Mitarbeiter/innen, die zudem mit stetig verändernden Anforderungsprofilen konfrontiert sind. Diese sind unter anderem das Resultat von immer höheren Qualitätsanforderungen, wachsenden Entgrenzungstendenzen bei Kindern und Jugendlichen sowie Schutzgesetzen und Kinderrechten.

Am ersten Tag des PODIUMs beleuchteten Experten der Kinder- und Jugendhilfe verschiedene Probleme, Verhaltensmuster und Anforderungsprofile in und von Organisationen.

Hagen Winter, Dipl.-Psychologe und Supervisor aus Hamburg, sprach zum Thema "Vom schwierigen Austarieren in der Jugendhilfepraxis: Schutz und Grenzziehung - Qualitätsanspruch und Überforderungstendenzen"

Gundolf Mevissen, Mevissen Consult aus Sauerlach, sprach über "Ziele und Visionen erfolgreich umsetzen - Steuern von Prozessen bei Trägern von Erzieherischen Hilfen"

Die Tagungs-Moderation übernahm Christiane Poertgen, Journalistin aus Köln

 

Im Rahmen praxisnaher und arbeitsfeldorientierter Workshops bestand am Nachmittag die Möglichkeit, sich im Dialog mit den Tagungsteilnehmern/innen zu aktuellen Herausforderungen und eigenen Erfahrungen auszutauschen und Antworten auf aktuelle Fragestellungen zu finden und zu geben. An acht Tischen wurde intensiv diskutiert.

Winfried Koim

Wartet hier unsere Chance?

Inwieweit können kleinere Einrichtungen besser mit den sich neu entwickelnden Herausforderungen umgehen als die großen Heime, oder leiden sie stärker unter Überforderungstendenzen?

Hagen Winter

Schauen wir immer ausreichend hin und sind "achtsam"?

"Freuen" wir uns auf die erwartbaren Herausforderungen wie z. B. Onlinesucht und stellen wir uns jetzt schon ausreichend darauf ein? Welche Formen können wir managen? Bei welchen Formen reagieren wir emotional - aversiv - aggressiv - resignativ? Was hilft? Ist hier ein spezieller "Markt" für uns?

Stephan Weitzel

"Alte Kämpfer" vs Nachwuchskräfte

Wie verhält es sich hinsichtlich des Qualitätsanspruchs und der Überforderungstendenzen bei unseren älteren Mitarbeitenden und unserem Nachwuchs? Muss sich hier was tun?

Martin Adam

Kinderpartizipation

Partizipation ist nicht nur Kinderrecht und Erziehungsziel, sondern schützt vor Machtmissbrauch und Selbstherrlichkeit. Was tun wir dafür, Partizipation auch in formellen Strukturen zu unterstützen? Haben die Kinder jeder Zeit die Möglichkeit, eine Vertrauensperson einzubeziehen und ermuntern wir sie, dies zu tun?

Sibylle Erhard-Ruf

Anforderungsveränderungen

Wie werden sich die Anforderungen an unsere Einrichtungen in den kommenden Jahren verändern und welche Ziele und Maßnahmen ergeben sich hieraus für unsere Einrichtungen?

Gundolf Mevissen

Identifikation der Mitarbeiter/innen / Aufgaben- und Verantwortungsverteilung

Wie stärken wir die Identifikation der Mitarbeiter mit unserer Einrichtung und wie verteilen wir Aufgaben und Verantwortung gleichmäßiger auf alle Schultern?

Robert Kühr

Austausch mit Jugendämtern / Öffentlichkeitsarbeit

Wie gut funktionieren der Austausch mit den Jugendämtern und welches Image haben wir? Wie können wir die Außenwirkung unserer Einrichtungen nachhaltig verbessern?

 

Fotograf: Klaus Wohlmann

 

Sämtliche Vorträge, die auf dem PODIUM des VPK in Köln gehalten wurden, können im Heft 3/4 des "Blickpunkt Jugendhilfe" nachgelesen werden. Das Heft erscheint am 15.09.2010.

Bildnachweis:
Dr. Kristina Schröder
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend